1. Corona Update

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Sehr geehrte Hohenauerinnen und Hohenauer!

Das Corona-Virus hält uns nun schon eine Weile in Atem. Die Covid19-Maßnahmen der Bundesregierung sind seit rund zehn Tagen in Kraft. Zeit für ein Update zum Gemeindeleben, das sich in letzter Zeit merklich verändert hat.

Zuerst die gute Nachricht: Wir haben unter unseren Gemeindebürgerinnen und -bürgern mit Stand 24. März keinen einzigen positiv getesteten Corona-Fall.

Corona angekommen :-(
Trotzdem muss man leider festhalten, dass der Virus nicht ganz Halt vor unserer Gemeinde gemacht hat. Nach positiver Testung von zwei Polizisten musste die hiesige Polizeiinspektion vorübergehend gesperrt und der Rest der Mannschaft unter Quarantäne gestellt werden.

Ich wünsche den beiden Beamten auf diesem Weg einen nicht allzu schlimmen Verlauf der Infektion und baldige Besserung.

Kein Sicherheitsproblem
Die Dienststelle wird desinfiziert und Anfang April wieder besetzt. Bis dahin wird die Sicherheit in unserer Region von den Einsatzkräften der Polizeiinspektionen Angern an der March und Zistersdorf aufrecht erhalten.

Grenzkontrollen
Die Slowakei hatte ein Einreiseverbot ausgesprochen und die Marchbrücke für den Verkehr in ihr Land bis vor Kurzem gesperrt.

Am 23. März wurde die Grenze wieder geöffnet, durfte jedoch nur von slowakischen Pendlerinnen und Pendlern passiert werden, was ich grundsätzlich ok fände, wenn ich an die Mitarbeiter*innen denke, die in unserer Region im Pflege- und Gesundheitswesen beschäftigt sind, jedoch haben mir sicherheitstechnische Begleitmaßnahmen auf unserer Seite gefehlt.

Ich danke deshalb unserem Bezirkspolizeikommandanten Oberst Heinrich Kirchner, der als einer der wenigen ein offenes Ohr für mein Anliegen in dieser Angelegenheit hatte und umgehend zusagte, die Situation hier vor Ort durch die Fremden- und Grenzpolizeiliche Abteilung mit mehreren Fahrzeugen zu überwachen.

Gemeindebetrieb
Ich befürchte, dass früher oder später auch jemand aus unserer Gemeinde mit dem Virus angesteckt wird. Die Maßnahmen der Regierung finde ich gut, der Virus lässt sich aber trotzdem nicht ausrotten. Hoffentlich werden wir es wenigstens schaffen, seine Ausbreitung einzudämmen und ihn von den Hochrisikogruppen fern zu halten.

Um dafür gerüstet sein, habe ich mich von Beginn an für eine Aufteilung unseres Personals entschieden. Sowohl vom Rathaus, als auch vom Bauhof ist stets ein Teil der Belegschaft abwechselnd vom Dienst freigestellt. Dies zu Ihrer Sicherheit, nämlich um den Betrieb auch aufrecht erhalten zu können, wenn der gerade tätige Teil in Quarantäne muss oder gar an der Infektion erkrankt.

Dieser Wechseldienst könnte gegebenenfalls eine Chance sein, den Gemeindebetrieb in den wichtigsten Bereichen trotzdem aufrecht erhalten zu können. Ich bitte aber um Verständnis, dass durch diese Vorkehrung und durch die gegebene Ausnahmesituation derzeit in manchen Bereichen nur ein Notbetrieb möglich ist.

Unterstützen Sie uns bitte dabei, weiterhin für Sie da sein zu können. Zeigen Sie bitte Verständnis für den eingeschränkten Parteienverkehr, oder dafür, dass unser Altstoffsammelzentrum bis auf Weiteres geschlossen bleiben muss.

Das ist in dieser momentanen Ausnahmesituation überall der Fall, weil dort ja speziell im Frühjahr unzählige persönliche Kontakte zu erwarten wären, die es derzeit zu Ihrem Schutz und zum Schutz meiner Mitarbeiter zu vermeiden gilt! Was nützt ein entsorgtes Hauferl Grünschnitt, das ruhig noch ein Weilchen im Garten liegen könnte, wenn dafür der ganze Bauhof in Quarantäne muss und wir die Wasserversorgung nicht mehr sicherstellen können?!?!?!

Gemeinde heißt Gemeinschaft
Ich bitte Sie, die nun verlängerten Maßnahmen der Bundesregierung und auch die hier vor Ort ergriffenen weiterhin mitzutragen, um gemeinsam diese Krisensituation zu bewältigen.

Ich bin irrsinnig stolz, wie schnell und verlässlich das freiwillige Engagement in unserer Gemeinde gegriffen hat. Nicht nur die Versorgung der Risikogruppe, sondern auch die Aufrechterhaltung von „Essen auf Rädern“ konnte dadurch umgehend sichergestellt werden.

Für mich ist einmal mehr bewiesen, dass sich eine Gemeinde nicht wie ein Unternehmen führen lässt. Das ist Schwachsinn, wenn ich das so ausdrücken darf, denn dann würde die soziale Komponente fehlen, die uns jetzt über Parteigrenzen hinweg durch diese schwierige Tiefenkrise führt.

Danke!
Das wäre ohne den großartigen Zusammenhalt nicht zu schaffen. Deshalb bin ich dafür unendlich dankbar und wünsche uns diesen auch weiterhin.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Bürgermeister Wolfgang Gaida