Bgm. Gaida zu FF-Jubiläum und keinen Gelsen

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

140 Jahre Feuerwehr

Im Rahmen eines Festakts gratulierte Bgm. Wolfgang Gaida unserer Freiwilligen Feuerwehr mit Kommandant Stv. HBI Arnold Janovic, Kommandant HBI Ing. Philipp Kuril und dem Leiter des Verwaltungsdienstes OV Egon Novotny zum 140jährigen Bestandsjubiläum. © Johann Sedlak

Anfang August durfte ich unserer Feuerwehr zum 140. Geburtstag gratulieren. Ich möchte das Jubiläum zum Anlass nehmen, meinen großen Dank dem Kommando, sowie allen Kameradinnen und Kameraden auszusprechen.

Auch über die Gelsen mag ich ein paar Worte verlieren, denn die sind ja immer ein Thema.

Erhöhte Anforderungen

Unsere Ortsfeuerwehr ist sicher eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste Organisationseinheit unserer Gemeinde. Sie ist aber auch eine der wichtigsten!

Dabei sind unsere Kameradinnen und Kameraden schon längst zu Multitalenten gereift und opfern nicht nur im Brandfall - so wie es vor 140 Jahren war - ihre Freizeit für uns alle.

Das Verkehrsaufkommen hat sich über die Jahrzehnte gesteigert. Es passieren mehr Unfälle. Die Fahrzeuge haben sich verändert. Es passieren schwerere Unfälle. Auch diese Herausforderungen meistern unsere Feuerwehren im Alltag, wofür sehr viel technisches Wissen zum Beherrschen der jeweiligen Situation erforderlich ist.

Ich habe allergrößten Respekt davor, wie vielseitig und unerschrocken sich unsere Kameradinnen und Kameraden diesen Herausforderungen stellen.

Und auch davor, wie oft sie das in unserem Sinne machen. Anfang Juli gab es eine Phase mit acht Einsätzenin zehn Tagen, sie waren also fast jeden Tag für uns unterwegs.

Noch dazu hat sich auch das Klima verändert. Ich erinnere an immer öfter auftretende Unwetter mit orkanartigem Sturm und Hagel oder an Hochwasserereignisse. Auch bei Herausforderungen, die durch unerwartete Krisen hervorgerufen werden, hilft uns stets die Feuerwehr, sei es in den Teststraßen während einer Covid19-Pandemie oder beim Sammeln und Verladen von Hilfsgütern für Bedürftige in Kriegsgebieten.

Was die Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr dabei stets auszeichnet, ist eine top Organisation und der vorbildliche Zusammenhalt. Die Kameradschaft wird groß geschrieben, sodass auch die soziale Komponente eine große Rolle spielt.

Vor allem jungen Menschen möchte ich deshalb nahelegen, ein Engagement bei der hiesigen Feuerwehr anzudenken. Das bringt nicht nur für die Allgemeinheit, sondern auch für sich selbst, sehr viel. Unser Kommando freut sich bestimmt über die Verstärkung und wird dadurch auch kommenden Herausforderungen gestärkt entgegensehen können.

Ich darf unserer Freiwilligen Feuerwehr an dieser Stelle nochmal zum Jubiläum gratulieren. Ich bin stolz auf Euch und dankbar für Euer großartiges Engagement. Kommt bitte von allen Einsätzen und Ausrückungen wieder gesund zurück in unser Feuerwehrhaus.

Herrlich: Keine Gelsen

Selbstverständlich freut man sich über Lob und Anerkennung. Viele unserer Bürgerinnen und Bürger danken mir, dass wir heuer bislang noch keine Gelsenplage hatten. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Auch aus anderen Gemeinden erreicht mich Dank als Vorsitzender des Vereins zur biologischen Gelsenregulierung entlang Thaya und March, wie erfolgreich wir heuer gegen die blutsaugenden Plagegeister arbeiten.

Wir können nicht´s dafür

In Wirklichkeit liegt es nicht an uns oder unserer guten Arbeit, sondern an der Trockenheit und an den geringen Niederschlägen. Das muss man ganz ehrlich so sagen.
Wir hatten heuer noch kein Hochwasser, also gab es noch kein massenhaftes Auftreten von Larven der Überschwemmungsgelsen gegen die wir ja ansonsten vorgehen.

Hochwasser=Gelsen!

Nach Hochwasser gibt´s Gelsen! Das muss man ganz ehrlich so sagen und darf nicht so tun - wie 2016 und 2018 - als hätte die Gelsenregulierung ach so viel bewirkt. In Wirklichkeit gab es aber kein Hochwasser und nur deshalb keine Gelsen, so wie eben auch heuer.

Achtung Hausgelsen!

Natürlich gibt es heuer auch weniger Brutstätten für die Hausgelsen. Wenn es lange so wenig regnet, bilden sich kaum Wasserstellen, wo sie sich vermehren könnten.
Das kann sich jedoch rasch ändern, also bleiben Sie bitte wachsam. Ein paar Tage Regenwetter oder kurze heftige Niederschläge müssen noch kein Hochwasser mit sich bringen, in unachtsam stehen gelassenen Gefäßen, Poolplanen oder verbeulten Dachrinnen können sich aber schnell wieder Brutstätten für die Hausgelsen bilden, die uns dann den Sommer doch noch vermiesen.

Wer will das schon? Bleiben Sie deshalb bitte achtsam, dann können wir weiterhin einen schönen und gelsenfreien Sommer genießen.
Das wünscht Ihr Bürgermeister Wolfgang Gaida