Bürgermeister Robert Freitag über Gelsen, Bauvorhaben und Integration

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Wohnungen am alten Sportplatz

Sehr geehrte Hohenauerinnen und Hohenauer!

Der Sommer wollte heuer nicht so recht in Schwung kommen. Wir sind jedoch mit sehr viel Elan am Werk gewesen und werden das heurige Jahr auch so fortsetzen.

Gelsenregulierung

Viel Elan werden wir auch brauchen, um die heuer so erfolgreich begonnene Gelsenregulierung auch erfolgreich fortführen zu können. Denn auch wenn es nicht überaus viele Sonnentage gab, die wenigen konnte man so richtig genießen. Sei es auf der Terrasse, im Garten, beim Heurigen und sogar in den wunderschönen March-Thaya-Auen.

Das war kein Zufall und auch keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis präziser, kontinuierlicher Bemühungen bei der Gelsenregulierung, mit der wir schon im März der heurigen „Gelsensaison" begonnen haben.

Auch wenn uns heuer kein Jahrhunderthochwasser heimsuchte, Pegelstände von knapp 3 Metern an der Thaya und 3,70 Metern an der March im Zusammenspiel mit ergiebigen Niederschlägen ließen Altarme, Nebengerinne und Sutten mehrmals mit Wasser volllaufen, die die besten Brutstätten für die Plagegeister ergaben.

Mit wöchentlichen Kontrollen der potenziellen Brutstätten in den Auen und notwendigenfalls der Ausbringung von BTI mittels Rückenspritze durch unseren Gelsenbeauftragten Gerhard Rebl, ließen sich die Biester in Schach halten. Dazu war auch noch die regelmäßige Behandlung der Zwischenlager und Absatzbecken, sowie der Kläranlage der ehemaligen Zuckerfabrik - nicht nur durch Gerhard Rebl, sondern auch dreimalig mit dem Hubschrauber - notwendig, um dieses respektable Ergebnis im Sinne einer besseren Lebensqualität, erzielen zu können.

Die ergiebigen Regenfälle der letzten Wochen bescherten uns jetzt noch zusätzlich riesige Wasserflächen auf den Feldern, volle Regentonnen und Untersetzer sowie zahlreiche andere ideale Gelsenbrutstätten für die Hausgelsen in unseren Gärten. Es liegt nun an uns allen, das Jahr nahezu gelsenfrei über die Runden zu bringen. Entfernen Sie daher bitte unbedingt alle unnötigen Wasserstellen oder decken Sie diese ab. Animieren Sie auch Ihre Nachbarn, Bekannten und Freunde zur Mitarbeit. Denn nur durch Mitarbeit aller Hohenauerinnen und Hohenauer, können wir uns jene tolle Lebensqualität sichern die wir in den vergangenen Monaten so zu schätzen gelernt haben.

Bauvorhaben

Bis Jahresende haben wir noch viel vor und wollen zahlreiche Bauvorhaben umsetzen. Wir investieren dabei rund 550.000 Euro in Ihre Sicherheit und für eine enorme Verbesserung der vorhandenen Infrastruktur. Sollte es im Zuge der Realisierung zu Behinderungen kommen, bitte ich Sie deshalb schon jetzt um Verständnis.

Am Programm stehen im Einzelnen folgende Vorhaben: Die Neugestaltung des Rathausplatzes vor der Apotheke, die Asphaltierung der Sackgasse in der Siedlergasse, die Neuerrichtung des Gehweges zwischen Rathausplatz und Liechtensteinplatz, die Neuerrichtung des Gehweges vom Red Zac am Rathausplatz bis zur ehemaligen Fleischerei Köstinger, die Neuerrichtung des Gehweges entlang des Parks gegenüber des Pfarrheims, die Sanierung der Feldgasse von der Apotheke bis zur Einmündung in die Brunnengasse, die Sanierung des Verbindungsgasserls zwischen Johannes- und Glockenturmgasse, sowie zahlreiche weitere Sanierungsmaßnahmen an Gemeindestraßen und -wegen.

Integration

Mit Stolz darf ich auch mitteilen, eine Vorreiterrolle bei der Integration von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund übernehmen zu wollen.

Mir ist aufgefallen, dass sich viele Jugendliche schwer tun, Anschluss zu finden, weil sie unsere Sprache nicht können. Noch schwieriger scheint es für Erwachsene zu sein, sich in unser Gemeindeleben einzuordnen und einzubringen, wenn sie unsere Sprache nicht beherrschen. Das bringt nicht nur für die betroffenen Familien und deren Umfeld, sondern auch für uns als Gemeinde vielfältige Probleme mit sich.

Um diesen vorzugreifen, habe ich die Einführung eines geförderten Volkshochschulkurses „Deutsch als Fremdsprache" initiiert. Damit sollen die Sprachbarrieren innerhalb der Bevölkerung abgebaut werden. Und natürlich tun sich dann auch Kinder mit Migrationshintergrund, die unseren Kindergarten oder die Volksschule besuchen, leichter mit der Integration, wenn auch deren Eltern und ältere Geschwister unsere Sprache beherrschen.

Ihr Bürgermeister
Robert Freitag