Bürgermeister Robert Freitag zu anstehenden Projekten

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Wohnungen am alten Sportplatz

Sehr geehrte Hohenauerinnen und Hohenauer!

Erlauben Sie mir zum Frühlingsbeginn ein paar Anmerkungen zu interessanten Themen wie „freie Kindergartenplätze“, „Wohnraumschaffung“ und „Standortwahl“ bei der Ansiedelung von Lebensmittelgeschäften.

Erfreulich ist, dass per November 2013 insgesamt 2711 Hohenauerinnen und Hohenauer ihren Hauptwohnsitz in unserer Gemeinde hatten. Dies ist ein Zuwachs von 56 Einwohnern gegenüber dem Vorjahr. Keine Selbstverständlichkeit für unsere Region. Ich sehe dies unter anderem begründet durch ein attraktives Angebot an leistbarem Wohnraum, umfangreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und vorhandene Infrastruktur, wie Ärzte, Schulen und auch Kindergarten und gesamt gesehen einer sehr positiven Entwicklung unserer Gemeinde.

Apropos Kindergarten. Seit geraumer Zeit besteht die gesetzliche Möglichkeit, dass Kinder bereits mit zweieinhalb Jahre den Kindergarten besuchen, sofern zumindest ein Erziehungsberechtigter und das Kind selbst ihren Hauptwohnsitz in Hohenau haben. Einige geburtenstärkere Jahrgänge, Zuzug in unsere Gemeinde, sowie die Tatsache, dass Zweieinhalbjährige die Höchstzahl einer Gruppe drastisch nach unten drücken, lasten zur Zeit und auch in den nächsten beiden Jahren unseren viergruppigen Kindergarten bis auf den letzten Platz aus. Mit Ausnahmegenehmigungen zur Überschreitung der Kinderhöchstzahl einer Gruppe und präziser Planung versuchen die Kindergartenleitung und ich wenn möglich allen Kindern Erlauben Sie mir zum Frühlingsbeginn ein paar Anmerkungen zu interessanten Themen wie „freie Kindergartenplätze“, „Wohnraumschaffung“ und „Standortwahl“ bei der Ansiedelung von Lebensmittelgeschäften. einen Kindergartenplatz anbieten zu können. Nicht nur berufstätige Eltern, sondern auch Arbeitssuchende, Personen die Angehörige pflegen, Leute die bei Sozialdiensten, oft auch unentgeltlich tätig sind, haben einen dringenden Bedarf eines Kindergartenplatzes für ihren Nachwuchs. Daher ersuche ich um Verständnis, dass für mich, so wie bei allen anderen Entscheidungen meinerseits, Geradlinigkeit und Transparenz höchste Priorität haben und daher ausschließlich nach dem Geburtsdatum, wenn überhaupt notwendig, gereiht wird. Ich kann ihnen liebe Eltern aber versichern, dass die Kindergartenleitung und ich, bereits intensiv daran arbeiten, und wenn notwendig auch mit organisatorischen Änderungen, im Herbst dieses Jahres, wenn möglich allen Kindern einen Platz in unserem Kindergarten, in dem unsere Pädagoginnen und Helferinnen hervorragende Arbeit leisten, anbieten zu können.

Ein Höhepunkt im vorigen Dezember war sicherlich die Neueröffnung des Pennymarktes, im Zentrum unserer Gemeinde, am gleichen Standort, was aber keine Selbstverständlichkeit war. Erfreulich ist auch, dass ein Investor gefunden wurde, der den Wunsch vieler HohenauerInnen nach einem „Sparmarkt“ zu erfüllen versucht, und zwar auf den freien Flächen beim Kreisverkehr. In diesem Zusammenhang wird oft die Frage, „warum schaust nicht, dass die am Oberort, wo es keine Geschäfte gibt, bauen?“ Geschätzte Hohenauerinnen und Hohenauer, es ist enorm schwer einen Investor für den Standort Hohenau, beim Kreisverkehr ist dies bereits der dritte Versuch, zu finden. Kann einer gefunden werden, dann haben die Investoren bezüglich Standort bereits konkrete Vorstellungen, nämlich stark frequentierte Verkehrsknoten, wo meist auch schon die Konkurrenz vor Ort ist, und sie auch mit dem höchsten Profit rechnen können. Der Standortwunsch des Bürgermeisters wird trotz hoher Überredungskunst nur höflich zur Kenntnis genommen. Nördlich des Schüttkastens gab es doch früher zahlreiche Geschäfte, bei denen aber mit der Entstehung der Supermärkte und Einkaufszentren nur mehr Produkte des täglichen Bedarfs oder beim „Großeinkauf“ im Supermarkt vergessene Artikel, gekauft wurden. Ein wirtschaftliches Überleben gab es für diese Betriebe somit nicht. Die Leidtragenden dieser Entwicklung, die mir persönlich überhaupt nicht gefällt, ist die nicht mehr so mobile ältere Generation, sofern nicht die Verwandtschaft oder Freunde den Einkauf mit besorgen.

Erfreulicheres kann ich zum Thema „Wohnraumschaffung“ berichten. So ist es mir nach langjährigen Bemühungen gelungen, ein 5.800 m2 großes, zentral gelegenes Grundstück in der Deimelgasse, für den Bau von Wohnungen, zu bekommen. Um nicht unnötig zusätzliche Kosten zu verursachen, tritt nicht die Gemeinde, sondern gleich jene Genossenschaft, die auch als Bauträger tätig sein wird, als Käufer auf. Nach Erledigung aller Formalitäten kann bereits im Sommer mit ersten groben Entwürfen für weitere 30 Wohnungen in unserer Gemeinde gerechnet werden.

Einen schönen Frühlingsbeginn und ein frohes Osterfest wünscht Ihnen!

Ihr Bürgermeister:
Robert Freitag