Bürgermeister Robert Freitag zur schulischen Nachmittagsbetreuung

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Bürgermeister Robert Freitag

Sehr geehrte Hohenauerinnen und Hohenauer!

Mit der schulischen Nachmittagsbetreuung unterbreiten wir ein sehr gutes Angebot. Es muss aber auch genützt werden, sonst können wir dieses nicht umsetzen.

Schon beim Kinderhaus war es der Fall, dass die Anmeldungen zurück gingen, als klar wurde, dass die Betreuung der Kinder auch etwas kostet.

Mein ehrliches Ziel ist es, viele Familien dabei zu unterstützen, wenn es darum geht, die schwierige Herausforderung zu meistern, Beruf und Familie zu vereinbaren. Ganz ohne Kostenbeitrag der Eltern lässt sich ein solches Projekt aber für Gemeinden nicht finanzieren.

Wir geben aber unser Bestes und stellen nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern adaptieren diese auch so, dass unseren Kids wahre „Schmuckkasterln“ nutzen werden können. Dafür wurden wir schon beim Kinderhaus von allen Seiten gelobt. Noch dazu wurden die Räumlichkeiten in der Volksschule so gewählt, dass mit dem Schulhof auch gleich ein Freigelände genutzt werden kann.

Wie in den meisten Fällen, verschlingen aber die Personalkosten einen großen Teil des Gesamtbudgets. Man muss dabei bedenken, dass wir eine Freizeit/Hort-Pädagogin im Ausmaß von mindestens 27,5 Wochenstunden benötigen. Das Land Niederösterreich unterstützt uns dabei durch die Gruppenförderung und die Zurverfügungstellung einer Lehrkraft für eine Stunde pro Tag zur Unterstützung bei den Hausaufgaben.

Auch wenn das Angebot von 15 Kindern an fünf Wochentagen angenommen wird, die Gemeinde gerne bereit ist, für die Reinigung, die nicht unerheblichen Betriebskosten und Stromkosten aufzukommen, die Eltern ihre Beiträge zahlen, muss die Gemeinde noch immer rund die Hälfte der Gesamtkosten beitragen.

Ich bitte deshalb um Verständnis, dass wir die schulische Nachmittagsbetreuung mit weniger als 15 Anmeldungen nicht starten können. In wesentlich kleineren Gemeinden war es kein Problem diese Zahl zu erreichen, deshalb bin ich optimistisch, dieses Projekt im Sinne der Familien und berufstätigen Eltern realisieren zu können.

Das Angebot ist gut, bitte machen Sie davon Gebrauch. Es kann noch mehr daraus entstehen. So ist zum Beispiel auch die Betreuung an schulfreien Tagen oder auch in den Ferien möglich. Auch eine Betreuung unserer Kids bis 18.00 Uhr ist vorstellbar.

Ich unterstütze Sie gerne, damit Sie Ihre Kinder gut aufgehoben und betreut wissen, aber unter 15 Kindern an fünf Tagen ist das Projekt nicht finanzierbar. Alles dreht sich also um den Bedarf, deshalb nochmals mein Appell: melden Sie Ihren an!

In diesem Sinne verbleibt Ihr
Bürgermeister Robert Freitag

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