Friedlicher Asyl - Infoabend

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Friedlicher Asyl - Infoabend

Obwohl das Thema polarisiert und sehr viele Unwahrheiten verbreitet sind, ging es bei der Infoveranstaltung im Atrium sehr sachlich und informativ zu.

Christine Huber von der Stelle für Flüchtlingskoordination beim Amt der NÖ Landesregierung informierte eingangs über Daten, Zahlen und Fakten zum Thema. Diese Präsentation finden Sie übrigens auch zum Downloaden auf unserer Homepage, wo ein eigener Menüpunkt „Asyl- und Flüchtlingswesen" eingerichtet wurde.

Bürgermeister Robert Freitag leitete über zur Vorstellung der Lösung zur Unterbringung von Flüchtlingen am ehemaligen Fabriksgelände der Agrana. Ihm war bewusst, dass es sich um ein heikles Thema handelt und es keine einfache, bequeme Lösung gäbe. Er rief alle dazu auf, mitzuhelfen, damit eine menschenwürdige Bewältigung dieser enormen Herausforderung gelingen könne.

Anschließend meldete sich Christian Kogler, Prokurist der Firma SLC-Europe, die die rund 50 Flüchtlinge in Hohenau betreuen wird und selbst Bürgermeister von Puchenstuben, einer Gemeinde, die bei 330 Einwohnern seit Jahren immer 30 bis 50 Flüchtlinge unterbringt.

Er lieferte Details zur Unterbringung und Betreuung und gab die Erfahrungen aus seiner eigenen Gemeinde weiter. Er berichtete glaubhaft, dass es in Puchenstuben keine nennenswerte Probleme gibt und erwarte diese hier auch nicht.

In der anschließenden Diskussion drückte Bürgermeister Robert Freitag sein Verständnis für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger aus. Er vertrat aber auch die Meinung, dass die Aufteilung der Asylwerber auf die Gemeinden mit einer Quote von 2% der Bevölkerung machbar, gerecht und solidarisch ist. Das sei aus seiner Sicht auf jeden Fall eine bessere und menschlichere Lösung als die Unterbringung in Massenquartieren.

So wie Bürgermeister Robert Freitag war auch der überwiegende Anteil der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung über die Hohenauer Lösung in Zusammenarbeit mit der Agrana froh. Hohenau kann auf diesem Weg seinen Beitrag leisten.

Viele Bürgerinnen und Bürger deponierten ihre Bereitschaft zu helfen, sobald die Flüchtlinge in unserer Gemeinde eintreffen, was ab Anfang November nach und nach der Fall sein wird.

Bis wir wissen, was genau benötigt wird, nehmen wir gerne Ihr Hilfsangebot entgegen und koordinieren dann in Zusammenarbeit mit der Betreiberfirma die Hohenauer Flüchtlingshilfe. Bitte bringen Sie einstweilen noch keine Sachspenden.

Für die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die aktiv Hilfe leisten wollen, wird es einen gemeinsamen Helfertreff geben. Wir informieren Sie rechtzeitig.