Gelsensaison 2015 hat begonnen!

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Foto der Gelsenwehr im Hohenauer Auwald

Nach einem sehr feuchten Herbst und Winter hat heuer die Gelsensaison schon früh begonnen. Gleich Anfang April wurden durch ein Hochwasser weite Teile der Au geflutet. Trotz der noch recht niedrigen Temperaturen konnte in zahlreichen Brutstätten massenhafte Entwicklung von Gelsenlarven festgestellt werden, die ein Eingreifen notwendig machte.

Schulung der Gelsenwehren

Wie in den gesetzlichen Auflagen vorgeschrieben, werden jedes Jahr die freiwilligen Helfer und Bauhofmitarbeiter der „Gelsenwehren“ in einem mehrstündigen Schulungskurs auf die Einsätze vom hauptamtlichen Biologen des Gelsenvereins in Theorie und Praxis vorbereitet.

Einsatz der Gelsenwehren

Bereits seit Anfang April ist unser Bauhofmitarbeiter und Gelsenbeauftragter Gerhard Rebl unterwegs, um alle potentiellen Gelsenbrutstätten in unserem Gemeindegebiet zu beproben und die Gelsenlarven aufzuspüren. Das Ergebnis: 200 Larven pro Liter waren keine Seltenheit.

In der 2. und 3. Aprilwoche kamen daher die geschulten Gelsenwehren, das waren einige Bauhofmitarbeiter und insgesamt vier Freiwillige mit ihren Rückenspritzen und dem biologischen Präparat BTI zum Einsatz um den großen Mengen an Gelsenlarven zu Leibe zu rücken.

Nachbeprobungen aller insgesamt 19ha „zu Fuß“ behandelter Flächen ergaben wieder einen sehr guten Erfolg der Regulierungsmaßnahmen, nämlich maximal 1-5 Larven pro Liter. Um dieses gute Ergebnis zu erzielen waren heuer bei Beprobungen und den Gelsenwehren bereits 152 Mannstunden notwendig. An dieser Stelle recht herzlichen Dank an alle Freiwilligen.

Hubschraubereinsatz

Da es in unserer Gemeinde, sowie in Ringelsdorf und Jedenspeigen einige große, schwer begehbare Brutstätten mit Massenentwicklung von Gelsenlarven gab, wurde der Einsatz des Hubschraubers notwendig.

Nach ausgiebiger Vorarbeit im Gelände wurden die zu befliegenden Flächen digitalisiert und in das bestehende elektronische Kartensystem integriert. Dabei wurden auf bestimmte ökologisch wichtige Aspekte wie Horste von seltenen Brutvögeln wie Greife, Störche und Reiher besonders Rücksicht genommen und diese weit möglichst ausgespart aus den zu befliegenden Flächen.

Diese Daten wurden dann an die Hubschrauberfirma, in Hohenau insgesamt ca. 25ha, weitergeleitet und in deren GPS System eingespeist. So kann der Pilot im Einsatz metergenau die zu behandelnden Flächen anfliegen.

Auch hier bescheinigten die am folgenden Tag durchgeführten Nachkontrollen sehr gute Erfolge. Übrigens: Alle Hubschraubereinsätze werden von Hohenau aus organisiert und abgewickelt.

Bitte achten Sie auch in Ihrem Bereich auf die Vermeidung von (Haus)Gelsenbrutstätten. Hilfreiche Infos dazu finden Sie auf der Homepage des Gelsenvereins.