Grenzüberschreitende Gelsenprojekte

Gelsengipfel SK-AT

Die Bürgermeister der Slowakischen Nachbargemeinden beim „Gelsengipfel“ in Ollersdorf mit LAbg. René Zonschits, Bürgermeister Wolfgang Gaida und Biologin Katharina Vesely als Vertreter der österreichischen Seite. © Maria Eichinger

Nachdem es heuer (noch) kein Hochwasser gab, sind wir bislang von den Überschwemmungsgelsen verschont geblieben, was nicht bedeutet, dass wir diesbezüglich keine Arbeit hätten.

Unsere Gelsenwehren kontrollieren natürlich weiterhin und regelmäßig bekannte Stellen, wie Absatzbecken, Kellerberg usw., damit uns die Hausgelsen keinen Strich durch die gelsenfreie Rechnung machen, der Großteil unserer heurigen Arbeit spielte sich jedoch am Schreibtisch ab.

Neuerliche Bewilligung

Das Recht auf Durchführung der Maßnahmen zur Biologischen Gelsenregulierung beruht auf einem Bescheid aus dem Jahr 2017 und gilt bis 31.12.2026. Wir haben also rechtzeitig einen Antrag auf Wiederverleihung aufbereitet und bei der Behörde gestellt um BTI weiterhin ausbringen zu dürfen.

Know How - Transfer

Schon von 2020 bis 2023 haben wir über ein erstes Interreg Projekt mit der Slowakei zusammengearbeitet. Dabei wurden wichtige Dinge, wie z.B. eine App zur Erfassung der Brutstellen, mit der Stadt Bratislava entwickelt und finanziert.

Auf der Strecke blieben damals leider die kleineren Gemeinden von Bratislava Richtung Norden, also unsere unmittelbaren Nachbarn, die für eine erfolgreiche grenzüberschreitende Gelsenregulierung für uns natürlich noch wichtiger sind.

Ein entsprechendes Interreg-Projekt erfolgt nun. Dieses wurde bislang aufbereitet und im Juni bewilligt.

Ziel der Slowakischen Gemeinden ist es, die gleichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gelsenregulierung wie hierorts zu schaffen. Wir unterstützen sie dabei, weil es oft Probleme mit sich brachte, wenn wir erfolgreich gegen die Plagegeister vorgegangen sind und jenseits der March nichts unternommen wurde.

Abwehrstrategien

In einem weiteren Interreg-Projekt ist unsere Gemeinde strategisch unterstützender Partner, bei welchem wir unsere Erfahrungen in die Analyse und Bewertung von grenzüberschreitenden Einflussfaktoren auf das Katastrophenrisiko einbringen dürfen. Ziel ist es für alle möglichen Szenarien wie Hochwasser oder Waldbrand mögliche Abwehrstrategien zu entwickeln.

Interveniert kann im Falle des Falles auch mit Drohnen werden, weshalb über dieses Projekt auch welche angeschafft werden sollen. Feuerwehrleute werden zu Piloten ausgebildet und können uns dann auch für den Einsatz aus der Luft gegen Gelsenlarven zur Verfügung stehen.

APP

Mosquito Alert ist eine kostenfreie App mit der Gelsen wie die Tigermücke aber auch die Hausgelsen mittels Foto zur Artbestimmung hochgeladen werden können.
Die Meldungen sind wichtig, weil eingeschleppte Arten immer mehr an Bedeutung gewinnen, weshalb auch deren Verbreitung interessant ist. Auch eine Verbreitungskarte ist über die App einsehbar.
Siehe: https://www.mosquitoalert.com/en/