PV-Anlage sorgt für Gesprächsstoff

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Spatenstich PV-Anlage

Die beiden Bürgermeister Peter Schaludek und Wolfgang Gaida mit den Projektverantwortlichen von ImWind und Liechtenstein.

Unlängst wurde südlich unserer Gemeinde mit dem Bau der größten Agri-PV-Anlage im Bezirk Gänserndorf gestartet.

Erneuerbare Energie

Das Projekt, das eine Gesamtleistung von mehr als 24 MWp umfasst, wird rund 9.300 Haushalte mit sauberem Sonnenstrom versorgen und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zur regionalen Entwicklung und dem Klimaschutz leisten.

ImWind errichtet eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 16,8 MWp, die etwa 6.500 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen wird. Durch die rund 24.000 installierten Photovoltaik-Paneele werden jährlich rund 11.700 Tonnen CO2 eingespart – das entspricht dem jährlichen Ausstoß von etwa 4.800 PKWs. Ergänzt wird das Projekt durch eine PV-Anlage der Liechtenstein Gruppe mit einer Leistung von 7,4 MWp, aufgeteilt auf rund 10.000 Paneele, die rund 2.800 Haushalte mit Strom versorgt und etwa 5.200 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen wird.

Die geplante Inbetriebnahme des Solarparks ist für Anfang des dritten Quartals 2025 angesetzt.

Naturverträglich

Keine Sorge! Im Bewilligungsbescheid heißt es wortwörtlich „Die Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf stellt fest, dass das bewilligte Vorhaben für die Errichtung einer Freiflächen PV-Anlage in der Marktgemeinde Hohenau an der March sowie in der Marktgemeinde Ringelsdorf-Niederabsdorf weder einzeln noch im Zusammenhang mit anderen Plänen oder Projekten zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Europaschutzgebietes „Vogelschutzgebiet March-Thaya-Auen“ sowie des Europaschutzgebietes FFH-Gebiet „March-Thaya-Auen“ führen kann."

„Mit diesem innovativen Projekt setzen wir nicht nur auf eine effiziente Nutzung erneuerbarer Energie, sondern auch auf die Erhaltung der landwirtschaftlichen Nutzung und die Förderung der Biodiversität“, erklärt Georg Waldner, CEO von ImWind. „Dank der Tracker-Technologie können die Module dem Sonnenverlauf folgen, was zu einer höheren Energieeffizienz führt und gleichzeitig den landwirtschaftlichen Betrieb unterstützt.“

Das Projekt geht jedoch noch einen Schritt weiter: Durch die Anlage von Blühstreifen und speziellen Biodiversitätsflächen wird nicht nur die ökologische Vielfalt der Region gefördert, sondern auch Kleintieren und Vögeln ein wertvoller Lebensraum geboten. Die Flächen werden so gestaltet, dass sie Kleinwildtieren als Unterschlupf dienen können, wodurch die Natur zusätzlich geschützt wird.

Landschaftsbild

Keine Sorge! Während der Bauphase sieht es zwar wild aus, aber natürlich hat auch der Sachverständige den Eingriff in das Landschaftsbild erkannt und über sein Gutachten wurden Auflagen von der Behörde in der Bewilligung vorgeschrieben: Im nördlichen Randbereich werden Sichtschutzpflanzungen angelegt. Es werden standortgerechte Baum- und Straucharten im Verhältnis 1:1 ausgepflanzt. Die Pflanzung erfolgt in 3 Reihen im 1x1 m Raster.

Im Bereich der Grüngürtelwidmungen werden Gehölzzeilen angelegt. Die Pflanzung erfolgt in 3 Reihen im 1x1 m Raster mit standortgerechten heimischen Straucharten.
Um eine Etablierung und Ausbreitung von invasiven Neophyten zu verhindern ist ein Neophytenmonitoring umzusetzen. Auch daran wurde gedacht.

Aufsicht

Niemand muss wirklich Sorgen haben, dass etwas schief geht! Eine ökologische Umweltbauaufsicht mit profunden Kenntnissen auf dem Gebiet der Ökologie (Vegetationsökologie, Herpetologie, Ornithologie, Säugetierkunde etc.) und der Landschaftsplanung und mit nachweislichen fachlichen Erfahrungen bei derartigen Großprojekten ist zu bestellen. Diese überwacht das Projekt.