Postamtsschließung

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Bürgermeister Robert Freitag

Bürgermeister Robert Freitag Robert Gaida

Sehr geehrte Hohenauerinnen und Hohenauer!

Beabsichtigte Postamtsschließung stößt auf Unverständnis

Argumentation der Post AG nicht schlüssig.
Als Bürgermeister wurde ich von der Österreichischen Post AG am 20. April 2016 davon informiert, dass die von der Post AG eigenbetriebene Postfiliale in unserer Gemeinde dauerhaft nicht kostendeckend zu führen ist. Bei einem Informationsgespräch wurden mir seitens der Post AG diesbezügliche Unterlagen vorgelegt. Die Post AG beabsichtigt daher die Schließung dieser Filiale. Ich bin über das Ansinnen der Post AG mehr als erstaunt und der Meinung, dass eine Schließung des Postamtes nicht gerechtfertigt ist. Das Postamt wird den ganzen Tag über stark frequentiert, auch von den umliegenden Gemeinden, und mehrmals täglich sind auch längere Wartezeiten an der Tagesordnung. Da bekannt ist, dass verschiedene Postsendungen (z.B. Massensendungen) vom Postamt aber nicht mehr angenommen werden (dürfen), erscheint die von der Post AG angeführte „nicht dauerhaft gewährleistete Kostendeckung“ auch gleich in einem anderen Licht. Es scheint hier nicht vorrangig um die Versorgung der Einwohner und Gewerbebetriebe zu gehen, sondern ausschließlich Einsparung und Gewinnmaximierung stehen im Vordergrund.

Darf die Post AG unser Postamt so einfach schließen?
Leider muss auch festgestellt werden, dass die gesetzliche Grundlage für eine Postamtsschließung, das Postmarktgesetz, der Gemeinde keine Parteistellung einräumt. Die betroffene Gemeinde ist in das Verfahren einzubinden, jedoch von der beabsichtigten Schließung lediglich zu informieren und sind ihr Unterlagen vorzulegen, welche die mangelnde Kostendeckung belegen sollen. Zusätzlich muss die Post AG sicherstellen dass die Erbringung des Universaldienstes durch eine andere eigen- oder fremdbetriebene Post-Geschäftsstelle im Umkreis von 10 km gewährleistet ist. Dies wäre in unserem Fall durch bereits bestehende Post-Geschäftsstellen in Drösing und Rabensburg gegeben. Von der Post AG und der betroffenen Gemeinde ist eine Lösung anzustreben. Es gibt aber kein Vetorecht der Gemeinde. Selbst eine Nichteinbindung der Gemeinde bliebe ohne Konsequenzen, da die Einbindung der Gemeinde keine Bedeutung hat und von der Regulierungsbehörde auch nicht geprüft wird.

Postpartner gesucht
Gleichzeitig mit der Ankündigung der Schließung hat die Post AG aber auch Bereitschaft gezeigt mittels eines Post-Partners auch zukünftig die Erbringung des Post-Universaldienstes in Hohenau anzubieten. (Unter Universaldienst versteht man: Abholung, Sortierung, Transport und Zustellungen von Postsendungen bis 2 kg und Postpaketen bis 10 kg, sowie Dienste für Einschreib- und Wertsendungen.) Nichts desto trotz werde ich an die Post-Control-Kommisssion herantreten und meine Argumente die gegen eine Schließung unseres Postamtes sprechen vortragen. Da ich auch die vorgelegten Wirtschaftlichkeitsdaten und Berechnungen der Post AG stark anzweifle fordere ich deren nochmalige genaue Überprüfung. Parallel dazu werde ich gemeinsam mit der Post AG einen geeigneten Post-Partner in Hohenau suchen, damit auch in Zukunft eine „postalische“ Versorgung der Bevölkerung, zumindest mit den Leistungen des Universaldienstes, allenfalls möglich ist. 

Positive Nachrichten
Wenn es um die Infrastruktur unserer Gemeinde geht, darf ich zum Glück aber auch über ein paar positive Neuigkeiten berichten. Details in Wort und Bild finden Sie auf der gegenüberliegenden Seite.

Mit der Bepflanzung ist die Errichtung des neuen Rathausplatzes „Ost“ abgeschlossen. Ich würde mich freuen, Sie bei der Eröffnung am 3. Juni, um 16.00 Uhr begrüßen zu dürfen.

Aprospos „Bepflanzung“: Die alten Kirschbäume von der Gemeindegasse Richtung Kellerberg hatten ihren Lebensabend erreicht und wurden bereits durch neue ersetzt.

Freude bereiten hoffentlich auch die fortgesetzten Sanierungsarbeiten unserer Straßen und Wege. In die Verbesserung der Verkehrssicherheit in unserer Gemeinde sind in den letzten Jahren über 1 Mio. Euro geflossen und wir bleiben sicher auch weiterhin am Ball. So ergeht auch demnächst der Auftrag an den zuständigen Ausschuss die Marchbarkeit einer 30-er Zone vor unseren Schulen und unserem Kindergarten zu prüfen.

Verspricht Ihr Bürgermeister:
Robert Freitag

Nähere Infos zu Post-Partner unter: www.post.at/postpartner