Problematische Schneeräumung

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Der Schneepflug schiebt den Schnee an den Straßenrand

Weiße Pracht?

Glauben Sie uns: auch wir haben keine Freude mit den Schneemengen der vergangenen Tage. Weiße Weihnachten sind romantisch und auch die Kinder sollen in den Ferien ihren Spaß im Schnee haben, aber ansonsten bringt er in unserer Region eigentlich nur unnötige Anstrengungen mit sich.

Schneepflug

Es lässt sich nicht vermeiden, dass der Schneepflug den Schnee zur Seite schiebt, um ihn von der Straße zu bekommen. Das Schneeschild wird nach rechts geneigt und der Schnee landet unweigerlich am Straßenrand. Dass sich dort auch Hauseinfahrten befinden, ist uns bewusst. Es gibt aber trotzdem keine andere Lösung, als den Schnee zur Seite zu schieben.

Unvorstellbar

Was sich dann nach so einem Einsatz abspielt ist unvorstellbar. Unsere Fahrer werden nicht nur aufs Ordinärste beschimpft, seit neuestem fliegen nun auch schon Schneeschaufeln in ihre Richtung.

Liebe Leute, ist das wirklich notwendig. Sie tun einfach nur ihren Job.

Egoismus pur

Am Rathaus laufen die Telefone heiß. Stellvertretend für die unzähligen Anrufe, das Paradebeispiel:

 

Gemeinde: „Gemeinde Hohenau, guten Tag, was kann ich für Sie tun?"

Anrufer: „Sagts dem Kerl auf eurem Schneepflug, dass ich ihn beim nächsten Mal mit der Schaufel erschlage!"

Gemeinde: „Beruhigen Sie sich bitte. Was ist geschehen?"

Anrufer: „Ich schaufel ma alles frei und der räumt ma mitn Schneepflug die Einfahrt wieder zu!"

Gemeinde: „Es geht aber leider nicht anders, als den Schnee zur Seite zu schieben, was soll er denn machen?"

Anrufer: „Mir doch egal, sollan zum Nachbar schieben!"

 

Das ist leider keine erfundene Geschichte. Wir bitten um Verständnis, dass wir solchen Aufforderungen nicht nachkommen können.

Apropros Verständnis: Darum bitten wir ganz innig. Was sollen wir denn wirklich mit den Schneemassen tun? Unserer Fahrer kann doch nicht bei jeder Einfahrt stehen bleiben und diese wieder freischaufeln. Sollten wir in dieser kurzen Zeit nicht ein wenig zusammenhelfen, so lang ist der Winter in unseren Breitengraden doch auch wieder nicht.

Nicht zurück auf die Straße

Der Sarkasmus sei verziehen, aber es stellt sich die Frage, was es bringt, den Schnee vor lauter Zorn wieder auf die Straße zu schaufeln. Das ist kein Einzelfall, deshalb bitten wir in aller Höflichkeit darum, dies zu unterlassen. Wenn der Schneepflug beim nächsten Mal vorbeikommt, schiebt er ihn doch wieder zur Seite. Nicht, weil der Fahrer jemandem etwas zufleiß machen will, sondern weil es einfach nicht anders geht. Außerdem geht es auch um die Frage der Haftung, für den auf die Straße zurückgeworfenen Schnee.

Nicht überall gleichzeitig

Ein weitere Frage unzähliger Anrufe: „Warum wird dort schon in der Nacht geräumt, in meiner Gasse aber erst in der Früh?".

Tja, wir können leider nicht überall gleichzeitig sein. Wie gesagt, unsere Jungs sind sehr bemüht und arbeiten sehr fleißig, um den Schneemassen Herr zu werden. Obwohl wir gleichzeitig mit vier Fahrzeugen im Einsatz sind, dauert es halt seine Zeit, um erstmal eine grobe Grundräumung hinzubekommen, was angesichts der Schneemassen ohnehin schwer genug ist. Wenn erstmal alles geräumt ist, arbeiten unsere Einsatztruppen ohnehin noch einmal nach und räumen gründlicher.

Es geht auch anders

Das zeigen viele positive Beispiele in unserer Gemeinde, nämlich jene Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ihrer Verpflichtung nachkommen und die Wege vor ihren Grundstücken ordnungsgemäß zu säubern.

Besonderer Dank gilt vor allem jenen, die sich zusätzlich noch der Flächen von abwesenden oder gebrechlichen Nachbarn annehmen oder sogar mithelfen, öffentliche Flächen vom Schnee zu befreien.

Eine große Hilfe wäre es, wenn Kraftfahrzeuge anstatt auf öffentlichen auf den privaten Abstellflächen geparkt werden.

Vorschläge, wie die Schneeräumung besser zu bewerkstelligen wäre, nehmen wir natürlich gerne entgegen und werden versuchen diese auch umzusetzen. Den Schnee zum Nachbarn zu schieben, ist natürlich keine Lösung.