Windkraft ja, aber leider nicht in Hohenau!

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Windkraft ja, aber leider nicht in Hohenau!

Bei der Nutzung von Windenergie war immer mein Ziel, im Sinne eines überregionalen ökologischen Ausgleichs, sensible Zonen für Fauna und Flora von Windkraftanlagen frei zu halten, daher Windkraftanlagen zu bündeln und Einzelanlagen zu vermeiden. Auch ich will, dass der wichtige Ausbau erneuerbarer Energien nur im Einklang mit der Bevölkerung unter bestmöglicher Schonung landschaftlicher und natürlicher Ressourcen erfolgen soll.

Wir Hohenauerinnen und Hohenauer sind sehr natur- und umweltschutzverbundene Menschen, ich bin aber auch der Meinung, dass mit der Errichtung des großräumigen Vogelschutzgebietes March-Thaya-Auen in unserem Gemeindegebiet im Jahre 2004, östlich der Nordbahn bis zur Staatsgrenze, unsere Gemeinde bereits einen enormen Beitrag zum Lebensraum- und Artenschutz gemäß FFH-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie, leistet. Dass Windräder hier nichts verloren haben sehe ich als Selbstverständlichkeit an.

Umso überraschter war ich, als 2009 das europäische Vogelschutzgebiet March-Thaya-Auen, in der Gemeinde Hohenau auch noch Richtung Westen großflächig ausgedehnt wurde und damit ein bereits in Planung befindliches “Windparkprojekt“ zu Fall brachte. Zur Beruhigung wurde uns damals aber auch zugesichert, dass der Errichtung von Windkraftanlagen in vom Vogelschutz nicht betroffenen Gebieten, das wäre südwestlich von Hohenau, nichts im Wege stünde.

Genau für dieses Gebiet präsentierten wir im Jänner 2013 nach intensiven Untersuchungen und Planungen gemeinsam mit EVN Naturkraft als Windparkbetreiber und unseren Nachbargemeinden, mögliche gemeindeübergreifende Windparkprojekte der NÖ Landesregierung.

Nur zur Umsetzung wird es nie kommen, da im Entwurf des sektoralen Raumordnungsprogrammes über die Nutzung der Windkraft in NÖ unser gesamtes Gemeindegebiet als Ausschlussgebiet definiert wurde, und daher die Errichtung von Windrädern in Hohenau unmöglich gemacht wird.

Grundlage für diese Entscheidung ist eine Studie von Birdlife die den Grundsatz beinhaltet, keine Windräder entlang der March in einer Breite von 5 Kilometer, egal ob Vogelschutzgebiet oder nicht.

Es stimmt, Windräder sind keine „Schönheiten“, keine Bereicherung des Landschaftsbildes aber als Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energie notwendig. Und so nebenbei wird unserer Gemeinde auch noch die Möglichkeit genommen, zusätzliche finanzielle Mittel in der Höhe von ca. € 200.000.- pro Jahr (für 10 Windräder) zu lukrieren.

Wieder einmal eine Entscheidung, die wir nur zähneknirschend zur Kenntnis nehmen können. Deshalb möchte ich mit einer positiven Nachricht schließen: Der Muttertag steht vor der Tür! Allen Müttern, Großmüttern und Schwiegermüttern einen wunderschönen Muttertag wünscht

Ihr Bürgermeister
Robert Freitag