MARKTGEMEINDE HOHENAU AN DER MARCH
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Bürgermeister Wolfgang Gaida © Robert Gaida
Am 28. Jänner wurde ich vom Gemeinderat zum Bürgermeister unserer Gemeinde gewählt. Ich danke von ganzem Herzen für das Vertrauen und werde mein Bestmögliches geben, dieses auch zu rechtfertigen. Ich bin stolz darauf, für meine Heimatgemeinde mit meinem Team ans Werk gehen zu dürfen!
Wir sehen das ähnlich einem Neustart, denn die letzten Tage und Wochen waren keine einfachen für uns. Ich will Sie aber nicht länger mit Sachverhalten und Erklärung zum Amtsverzicht des Bürgermeisters belästigen, nur mehr ein paar Worte zum Abrunden der Angelegenheit loswerden.
Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für Ihr Rückgrat. Allen war bewusst, dass es nicht so weitergehen kann, dass das höchste Organ der Gemeinde - der Gemeinderat – in wichtige Entscheidungen nicht miteinbezogen wird. Diesen Missstand zu lösen, ist niemandem leichtgefallen und hat uns allen viele schlaflose Nächte bereitet. Aber alle haben die Situation erkannt und sich der großen Herausforderung gestellt.
Persönlich liegt mir sehr am Herzen, mit Gerüchten aufzuräumen, ich hätte den Misstrauensantrag gegen den Bürgermeister nur unterstützt, um schnell in sein Amt nachfolgen zu können. Das ist absurd! Ich bin seit rund 23 Jahren im Gemeindevorstand, davon 13 Jahre als Vizebürgermeister unserer Gemeinde tätig. Ein halbes Jahr auf oder ab spielen da doch überhaupt keine Rolle, sodass ich eine Amtsübergabe ganz bestimmt nicht vom Zaun brechen musste. Außerdem kommt man mit einem solchen Vorhaben nicht einmal in den eigenen Reihen durch, wenn die Welt ansonsten in Ordnung ist.
Jetzt ist es so wie es ist und eigentlich kein Weltuntergang. Auch Ehen werden geschieden, wenn es keine Vertrauensbasis mehr gibt und man diese trotz unzähliger Versuche nicht wiederherstellen kann. Die Welt dreht sich dann trotzdem weiter und auch unsere Gremien wie der Gemeinderat sind nicht erstarrt, sondern haben bereits eine Woche nach dem Bürgermeister-Rücktritt wieder getagt und wichtige Beschlüsse gefasst.
Ich wünsche Robert Freitag jedenfalls alles erdenklich Gute. Ich finde sein Engagement für unsere Gemeinde nach wie vor bemerkenswert und hoffentlich sieht er auch selbst einmal, wenn der ganze Zorn, verflogen ist, dass nicht überall nur Feinde unterwegs waren, wie es in der NÖN nach seinem Rücktritt so treffend formuliert war. Meine Tür steht auch für ihn immer offen!
Ich bin der festen Überzeugung, dass Kommunalpolitik nur über Teamarbeit und ein intensives Miteinander zum Erfolg führen kann. Die Meinung eines Einzelnen kann nicht immer die einzig gültige sein. Eine Gemeinde ist nichts anderes, als eine große Gemeinschaft! Daran glaube ich ganz fest, deshalb lade ich schon jetzt auf allen Ebenen zur Zusammenarbeit ein.
Natürlich darf man auch jetzt keine Wunder erwarten. Wir haben weder eine Gelddruckmaschine noch können wir uns über Verordnungen und Gesetze hinwegsetzen. Auch jedem Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!
Aber wir werden uns stets bemühen und unser Bestes geben. Das kann ich Ihnen versprechen.
Ich bin ein waschechter Hohenauer, kenne die Gemeinde und die Menschen, ich bin auch beruflich schon immer am Rathaus tätig und deshalb auch fachlich recht sattelfest. Auf diese Erfahrung, sehr geehrte Hohenauerinnen und Hohenauer, können Sie bauen. Scheuen Sie sich nicht, sich an mich zu wenden! Ich bin für Sie da!
Und keine Angst! Ich bin für alle da, auch wenn ich bekennender Sozialdemokrat bin. Das bedeutet nicht automatisch, dass Sie es mit einem „roten Parteisoldaten“ zu tun hätten, sondern drückt einfach nur meine Gesinnung aus. Ich bin durch und durch „Demokrat“, weshalb ich Meinungen anderer und vor allem Mehrheiten respektiere. Und ich habe eine soziale Einstellung. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass wir andere brauchen und andere uns brauchen. Wenn es dazwischen Gräben gibt, möchte ich die notwendigen Brücken bauen, um diese Gräben zu überwinden.
In nächster Zeit werden wir uns Überblick über bereits „eingefädelte“ Projekte verschaffen. Auch an dieser Stelle möchte ich meinem Vorgänger danken. Teilweise wurde hier schon gute Vorarbeit geleistet.
Und dann möchte ich auch schon ein paar Dinge angehen, die ich unbedingt notwendig finde, bisher aber nicht vorantreiben durfte, wie zum Beispiel den Breitband-Ausbau in unserer Gemeinde. Schnelles Internet bringt nicht nur in unsere Haushalte mehr Qualität, sondern macht uns auch für Betriebe und Unternehmen als Standort attraktiver. Möglichst bald müssen wir uns auch ein Raumordnungskonzept für die Gemeinde überlegen, um Zonen für weitere Betriebe parat zu haben, vor allem aber um wieder eine ausreichende Anzahl an Bauplätzen anbieten zu können.
Wir bleiben am Ball! Ihr neuer Bürgermeister Wolfgang Gaida