Erster Blick ins March-Thaya-Zentrum

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Foto vom Ersten Blick ins March-Thaya-Zentrum

Bgm. Wolfgang Gaida und Vizebgm. Dieter Koch freuten sich über den Besuch von Kollegen aus der Region wie Bgm. Josef Kohl und GGR Ludwig Sitter (Drösing), sowie Bgm. Peter Schaludek (Ringelsdorf-Niederabsdorf). © Georg Semanek

Nachdem die Bautätigkeit Ende Oktober abgeschlossen werden konnte, lud Bürgermeister Wolfgang auf einen ersten Blick ins Innere des March-Thaya-Zentrums. Dabei wurde das Projekt vorgestellt und ein Ausblick auf die weiteren Projektschritte gegeben.

Nicht ohne Stolz berichtete er einleitend, dass die ursprünglich vorliegende Planung in eine ökologischere Richtung umgedacht wurde. Eine ordentliche Wärmedämmung, vom Fußbodenaufbau bis in die Wände ist dabei natürlich Pflicht. Wenn schon ein natur- und umweltverträgliches Projekt mit dem Auring als Projektpartner, dann sollte auch die Arbeit der Forschungsstation mit einfließen. Dort wird nämlich Vogelschutzglas erforscht, das weltweit Verwendung findet und gerade in unserem Ökozentrum am Standort der Forschung nicht? Diese Frage durfte nicht verneint werden, weshalb die großen Glasflächen mit Vogelschutzglas ausgestattet wurden.

Ganz wichtig sieht Bürgermeister Wolfgang Gaida die Umstellung von der ursprünglich angedachten Pelletsheizung auf ein modernes Heiz- und Kühlkonzept mittels Erd-Wärmepumpe. Mit geringem Mehraufwand lässt sich eine höhere Energieeffizienz erzielen. Die Erd-Wärmepumpe kann nicht nur die Heizenergie im Winter, sondern auch die Kühlenergie im Sommer bereitstellen. Über den Fußboden wird die Energie in die Räume gebracht, und garantiert so eine gleichmäßige Verteilung und eine optimale Effizienz der Wärmepumpe.

Eine Photovoltaikanlage am Dach, wird den Strom zum Betrieb der Wärmepumpe liefern, sodass dieser nicht zugekauft werden muss. Das wirkt sich natürlich sehr positiv auf die zukünftigen Betriebskosten aus.

Das March-Thaya-Zentrum in Hohenau an der March entsteht im Rahmen des EU-Programmes „Interreg V-A Slowakei-Österreich 2014-2020“ als koordiniertes Netzwerk von mehreren Ökozentren diesseits und jenseits der March. Die namensgebenden March-Thaya-Auen sind ein einzigartiges europäisches Feuchtgebiet, welches eine große Anzahl an gefährdeten und seltenen Arten beherbergt. Seine außergewöhnliche Artenvielfalt entstand aus dem Zusammenwirken von natürlichen Gegebenheiten und menschlicher Nutzung. So haben sich verschiedene Ökosysteme gebildet, die Lebensraum für eine ganz spezielle Gemeinschaft aus Tier- und Pflanzenarten sind.

Die March-Thaya-Auen sind sozusagen das lebendige grüne Herz zwischen Wien, Bratislava und Brünn, es gibt jedoch keine Anlaufstelle. Diese Funktion wird das March-Thaya-Zentrum übernehmen und mitten drin die erste Adresse im Bereich Umweltbildung und Naturtourismus werden, ebenso in der Ortsmitte ein zentraler Treffpunkt und ein Bindeglied zu allen anderen öffentlichen Einrichtungen, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in unserer Region.

Der Standort im Park wurde nicht zufällig so gewählt. Dieser liegt günstig im Zentrum der Gemeinde liegt, aber trotzdem nahe des Naturraums und ebenso an den wichtigen Hauptradrouten „Kamp-Thaya-March-Radroute“ und „Iron Curtain Trail“. Auch die Familienradroute „Der Natur auf der Spur“ führt direkt vorbei. Durch die Nähe des Veranstaltungszentrums „Atrium“ ergeben sich Synergieeffekte mit den dortigen Seminarräumen und Gästezimmern.

Als Zentrum im Bereich Umweltbildung, Bindeglied zu öffentlichen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten sowie Anlaufstelle für Naturtouristen muss das March-Thaya-Zentrum natürlich auch an Wochenenden und Feiertagen besetzt sein.

Parallel zu den Bauarbeiten hat man mit der Planung des Innen- und Ausstellungsbereichs begonnen. Es kristallisiert sich eine grandiose Inszenierung heraus, die über den unmittelbaren Außenbereich des Gebäudes im umgebenden Park seine Fortsetzung finden wird.

Auch dieser wird neu geplant. Die Vergabe der Planungsarbeiten ist bereits erfolgt. Im Rahmen eines Bürgerstammtisches Mitte Oktober präsentierte Bürgermeister Wolfgang Gaida erste Entwürfe zur Neugestaltung des Parks und nahm dankend Anregungen der ca. 80 interessierten Bürgerinnen und Bürger an. Hauptaugenmerk bei der Gestaltung der ca. 1,1 ha großen Fläche soll auf die Schaffung ökologischen Grünraums mit standortheimischen und standortgeeigneten Pflanzen gelegt werden. Die Wege sollen nicht asphaltiert, sondern mit natürlichen Materialien gestaltet werden. Der neue Park soll Ruhe und Begegnungszonen, aber auch Fitnesselemente aus naturnahen Materialien für die jüngere Generation bieten. Alle waren sich einig, dass das Thema „Wasser“ im Nahbereich des March-Thaya-Zentrums eine zentrale Rolle spielen muss.